Leistung 01 · Strategy Workshop

Bevor etwas modelliert wird,
muss feststehen, wofür.

Zielbild · Anwendungsfall · Umfang · Roadmap

Der Strategy Workshop ist kein Verkaufstermin mit Folien. Es sind zwei Tage, an deren Ende drei Dinge schriftlich vorliegen: wofür Sie das tun, an welchem Anlagenteil Sie anfangen und in welcher Reihenfolge.

01 — Warum das nötig ist

Eine bestandene Abnahme ist eine Momentaufnahme
einer Stichprobe.

Sie gilt für den geprüften Ausschnitt und für den Prüfzeitpunkt. Wer das ändern will, steht sofort vor einer zweiten Frage: wo anfangen. Häuser scheitern selten an der Methode. Sie scheitern daran, dass der erste Schritt zu groß gewählt war, oder an einem Anlagenteil, an dem sich nichts entscheiden lässt.

Der falsche Anfang

Zu groß gewählt ist teurer als zu klein

Ein Pilot über eine ganze Linie bindet Menschen aus vier Abteilungen und liefert erst nach Monaten eine Aussage. Ein Pilot über ein Einheitsmodul liefert dieselbe Aussage in Wochen — und kostet, wenn er scheitert, nichts, was wehtut.

Ein erster Schritt, der nicht scheitern darf, ist kein erster Schritt.
Das fehlende Zielbild

Ohne Intent kein Umfang

Solange nicht feststeht, was das Haus in drei Jahren können soll, wird jede Umfangsfrage zur Geschmacksfrage. Der Workshop macht das Zielbild schriftlich — nicht weil Papier hilft, sondern weil sich Widersprüche erst schriftlich zeigen.

WhiteBox heißt nicht, dass man den Code sieht. WhiteBox heißt, dass Konformität entscheidbar ist statt beurteilbar.
02 — Was Sie bekommen

Zwei Tage,
vier Ergebnisse.

Der Workshop läuft bei Ihnen, mit Ihren Leuten, an Ihrer Anlage. Wir bringen die Fragen mit und die Erfahrung aus Häusern, die denselben Schritt gegangen sind.

01
Zielbild

Was in drei Jahren gelten soll

Nicht eine Vision, sondern eine überprüfbare Aussage: Welche Entscheidungen sollen künftig am Objekt fallen statt in einer Besprechung. Wer sie trifft. Und woran man erkennen würde, dass es funktioniert hat.

02
Anwendungsfall

Der eine Anlagenteil, an dem es anfängt

Wir suchen den Ausschnitt mit dem besten Verhältnis aus Aussagekraft und Aufwand: klein genug, um in Wochen fertig zu sein, groß genug, dass das Ergebnis auf den Rest übertragbar ist. Meist ist das ein Einheitsmodul, nicht eine Linie.

03
Umfang und Grenzen

Was ausdrücklich nicht dazugehört

Ein Umfang ohne benannten Rand ist kein Umfang. Wir schreiben auf, was der Pilot abdeckt, was er bewusst auslässt und welche Aussage er am Ende nicht wird treffen können.

04
Roadmap

Reihenfolge statt Zeitplan

Welche Schritte aufeinander aufbauen und welche parallel laufen können. Ein Termin je Schritt entsteht erst, wenn der Umfang steht — vorher wäre er eine Zahl ohne Grundlage.

03 — Das Ergebnis

Vier Seiten,
die eine Entscheidung tragen.

Das Ergebnis ist kurz und gehört Ihnen. Es ist so geschrieben, dass Ihre Geschäftsführung damit entscheiden kann, ohne dass jemand von uns danebensteht.

Der Workshop kann zu dem Ergebnis führen, dass jetzt nicht der Zeitpunkt ist.
Wenn kein Anlagenteil den Aufwand trägt oder das Haus gerade eine Umstellung anderer Art durchläuft, steht das im Ergebnis. Ein Workshop, der nur zu einem Projekt führen kann, wäre eine Verkaufsveranstaltung.
Zielbild, schriftlich

Eine Seite: was gelten soll, wer entscheidet, woran man den Erfolg erkennen würde.

Anwendungsfall

Der benannte Anlagenteil mit Begründung, warum er und nicht ein anderer.

Umfangs- und Grenzblatt

Was dazugehört, was nicht, und welche Aussage am Ende offen bleibt.

Roadmap

Die Reihenfolge der Schritte mit Abhängigkeiten — ohne Termine, die noch keine Grundlage haben.

Offene Annahmen

Alles, was wir in zwei Tagen nicht klären konnten, steht als Annahme markiert im Ergebnis — nicht als Feststellung.

04 — Ablauf und Gates

Drei Phasen,
eine Entscheidung am Ende.

Ein Gate ist eine Entscheidung, kein Termin. Der Workshop führt auf genau eine zu: ob der Intent so bestimmt ist, dass Engineering ohne stillschweigende Annahmen beginnen kann.

Phase
Was passiert
Gate
Vorbereitung

Teilnehmerkreis, verfügbare Unterlagen, Abgrenzung der betrachteten Anlagenteile.

Zwei Tage vor Ort

Tag 1 Zielbild und Anwendungsfall. Tag 2 Umfang, Grenzen und Reihenfolge — jeweils schriftlich, nicht als Protokoll im Nachhinein.

Übergabe

Das Ergebnis wird besprochen, nicht zugeschickt. Danach entscheiden Sie über den nächsten Schritt.

Gate 0

05 — Umfang

Was enthalten ist
— und was eine andere Leistung ist.

Ein Angebot wird nicht dadurch stärker, dass es alles umfasst. Es wird dadurch stärker, dass sein Rand bekannt ist.

Enthalten
Zwei Tage vor Ort

Moderation, Fragen, Mitschrift. Zwei Personen von uns, damit geschrieben wird, während gesprochen wird.

Ergebnisdokument

Zielbild, Anwendungsfall, Umfangsblatt, Roadmap, offene Annahmen — am zweiten Tag fertig, nicht zwei Wochen später.

Nutzungsrecht

Das Ergebnis gehört Ihnen und darf ohne Rückfrage intern und gegenüber Dritten verwendet werden.

Nicht enthalten
Keine Erhebung an der Anlage

Die Feststellung, wo Konformität heute entscheidbar ist, ist das WhiteBox Assessment.

Keine Modellierung

Das Erstellen einer freigegebenen Behavior Reference (BR) ist der PTF- & Behavior-Reference-Pilot.

Keine Aufwandsschätzung in Zahlen

Eine Zahl vor dem Assessment wäre eine Wirkungsaussage über eine Anlage, die wir nicht gesehen haben.

Keine Werkzeugauswahl

Welche Steuerung, welches System — das ist eine Frage der Umsetzung und gehört nicht in den Workshop.

06 — Einordnung

Wo diese Leistung steht
— und was danach kommt.

Die Reihenfolge ist der Weg, nicht der Umsatz. Der Strategy Workshop ist der erste Schritt: Er bestimmt den Intent. Die Behavior Reference (BR) ist keine nachträgliche Dokumentation des Codes. Sie entsteht vor dem Code — deshalb entsteht sie auch erst, wenn feststeht, wofür. Verifikation fragt: Wurde richtig gebaut? Validierung fragt: Wurde das Richtige gebaut? Der Workshop beantwortet keine der beiden. Er legt fest, was „das Richtige“ überhaupt heißen soll.

Was die Methode nicht leistet

Der Workshop arbeitet mit Ihren Angaben. Was Sie über Ihr Verhalten wissen, ist selbst Teil dessen, was später geprüft wird — der Intent wird bestimmt, nicht verifiziert.

Die Frage, mit der jeder Workshop beginnt

Wo würden Sie anfangen, wenn Sie nur einen Versuch hätten?

Diese Frage besprechen

15–30 Minuten. Wir bringen die Antwort mit, nicht die Präsentation.