Leistung 02 · WhiteBox Assessment

Wo Konformität heute entscheidbar ist.
Und wo für Verhalten eine Referenz fehlt.

Erhebung · Einstufung · Reifegrad · Maßnahmenpfad

Das WhiteBox Assessment bewertet nicht Ihre Anlage und nicht Ihr Team. Es stellt fest, welche Ihrer Anforderungen an das Maschinenverhalten heute entscheidbar sind — und welche nur beurteilbar. Das Ergebnis ist eine Einstufung, keine Note.

01 — Warum das nötig ist

Eine bestandene Abnahme ist eine Momentaufnahme
einer Stichprobe.

Sie gilt für den geprüften Ausschnitt und für den Prüfzeitpunkt. Was nie beobachtet wurde, ist nicht geprüft — es ist nur nicht aufgefallen. Und jede spätere Änderung setzt den Nachweis außer Kraft, ohne dass es jemand bemerkt. Bevor sich daran etwas ändern lässt, muss zuerst feststehen, wo dieser Zustand heute überhaupt greift.

Der blinde Fleck

Niemand weiß, wie groß er ist

Ohne Referenz lässt sich nicht sagen, welcher Anteil des möglichen Anlagenverhaltens je geprüft wurde. Die Frage ist nicht, ob Lücken existieren — sondern wo sie liegen und welche davon Sie tragen können.

Eine Lücke, die man kennt, ist ein Risiko. Eine, die man nicht kennt, ist eine Annahme.
Der Ausgangspunkt

Vor der Methode steht der Befund

Ein Assessment ist kein Vorverkauf für ein Projekt. Es kann auch ergeben, dass für einen Anlagenteil kein Handlungsbedarf besteht — und genau diese Aussage ist ihr Geld wert, weil sie eine Investition verhindert.

WhiteBox heißt nicht, dass man den Code sieht. WhiteBox heißt, dass Konformität entscheidbar ist statt beurteilbar.
Die zwei Grenzen der Beobachtung: der Zustandsraum und der Zeitpunkt.
Die zwei Grenzen der Beobachtung: der Zustandsraum und der Zeitpunkt.
02 — Was Sie bekommen

Vier Schritte,
die nichts voraussetzen.

Das Assessment arbeitet mit dem, was da ist: Ihren Unterlagen, Ihrer Anlage und dem Wissen Ihrer Leute. Es verlangt keine Vorleistung und keine Umstellung.

01
Erhebung

Bestandsaufnahme am Objekt

Wir sichten Funktionsbeschreibungen, HMI-Spezifikationen, Parametertabellen und Abnahmeunterlagen und sprechen mit den Menschen, die die Anlage kennen. Kein Fragebogen aus der Ferne — die Aussagen entstehen an der Anlage.

02
Einstufung

Entscheidbar oder beurteilbar

Je Anforderung an das Verhalten wird eingestuft: direkt entscheidbar, indirekt, eingeschränkt oder nicht entscheidbar. Diese vier Stufen sind der Kern des Ergebnisses — sie sagen, wogegen Sie heute prüfen könnten und wogegen nicht.

03
Reifegrad

L0 bis L5 statt Schulnote

Die Anlage wird in die sechs Reifegrade eingeordnet: BlackBox, Beschrieben, Explizite Zustände, Entscheidbar, Lebenszyklus, Architektur. Der Wendepunkt liegt bei Entscheidbar — davor ist alles Beschreibung, danach beginnt Nachweis.

04
Maßnahmenpfad

Was zuerst, was gar nicht

Nicht jede Lücke muss geschlossen werden. Der Pfad benennt, welche Schritte den größten Unterschied machen, welche warten können und welche Anlagenteile so bleiben dürfen, wie sie sind.

03 — Das Ergebnis

Ein Bericht, den Sie ohne uns
weiterverwenden können.

Das Ergebnis gehört Ihnen und ist so geschrieben, dass es auch jemand anderes lesen und prüfen kann. Es enthält, woher jede Einschätzung stammt und woran sie scheitern würde.

Das Assessment liefert eine Einstufung, keine Empfehlung, uns zu beauftragen.
Es kann ergeben, dass der nächste sinnvolle Schritt bei Ihnen liegt und nicht bei uns. Ein Befund, der nur in eine Richtung zeigen kann, wäre kein Befund.
Einstufungsbericht

Je Anforderung eine der vier Stufen, mit Begründung und der Angabe, welche Unterlage oder Beobachtung sie stützt.

Reifegradprofil

Die Einordnung in L0 bis L5, getrennt nach Anlagenteil, damit sichtbar wird, wo das Haus uneinheitlich ist.

Lückenliste

Die Stellen, an denen für Verhalten keine Referenz existiert — geordnet nach Auswirkung, nicht nach Aufwand.

Maßnahmenpfad

Ein Vorschlag für die Reihenfolge, mit dem nächsten prüfbaren Schritt und dem, was er voraussetzt.

Offene Annahmen

Alles, was wir nicht feststellen konnten, steht als Annahme markiert im Bericht — nicht als Ergebnis.

04 — Ablauf und Gates

Drei Phasen,
eine Entscheidung am Ende.

Ein Gate ist eine Entscheidung, kein Termin. Das Assessment führt auf genau eine zu: ob der Intent so bestimmt ist, dass Engineering ohne stillschweigende Annahmen beginnen kann.

Phase
Was passiert
Gate
Vorbereitung

Abgrenzung des betrachteten Anlagenteils, Zusammenstellung der Unterlagen, Klärung der Ansprechpartner.

Erhebung vor Ort

Sichtung, Gespräche und Beobachtung an der Anlage. Dauer je nach Umfang ein bis drei Tage.

Auswertung und Einstufung

Einstufung je Anforderung, Reifegradprofil, Maßnahmenpfad, Übergabe im Gespräch.

Gate 0

05 — Umfang

Was enthalten ist
— und was eine andere Leistung ist.

Ein Angebot wird nicht dadurch stärker, dass es alles umfasst. Es wird dadurch stärker, dass sein Rand bekannt ist.

Enthalten
Erhebung und Auswertung

Sichtung der Unterlagen, Gespräche, Beobachtung an der Anlage, Einstufung, Reifegradprofil, Maßnahmenpfad.

Übergabe im Gespräch

Der Bericht wird nicht zugeschickt, sondern besprochen — mit den Menschen, die danach damit arbeiten.

Nutzungsrecht

Der Bericht gehört Ihnen und darf ohne Rückfrage intern und gegenüber Dritten verwendet werden.

Nicht enthalten
Keine Modellierung

Das Erstellen einer freigegebenen Behavior Reference (BR) ist der PTF- & Behavior-Reference-Pilot.

Keine Umsetzung

Ableitung und Verifikation gegen die Referenz sind das Behavior Defined Machine (BDM) Engineering Project.

Keine Befähigung

Qualifikationen für Ihr Team liegen bei Certification & Training.

Keine Konformitätsbewertung

Das Assessment liefert Material für die Nachweisführung. Die Konformitätsbewertung bleibt beim Maschinenhersteller.

06 — Einordnung

Wo diese Leistung steht
— und was davor und danach kommt.

Die Reihenfolge ist der Weg, nicht der Umsatz. Das Assessment ist der zweite Schritt: Es stellt fest, wo Sie stehen. Die Behavior Reference (BR) ist keine nachträgliche Dokumentation des Codes. Sie entsteht vor dem Code — deshalb kommt Modellierung erst danach, nicht davor. Verifikation fragt: Wurde richtig gebaut? Validierung fragt: Wurde das Richtige gebaut? Das Assessment beantwortet keine der beiden Fragen. Es stellt fest, ob die erste heute überhaupt beantwortbar ist.

Was die Methode nicht leistet

Entscheidbarkeit setzt Technologie voraus. Wo keine Reaktion erkennbar ist, kann auch formal nichts entschieden werden — die Methode macht das sichtbar, sie hebt es nicht auf.

Die Frage, mit der jedes Assessment beginnt

Gegen welches Dokument prüfen Sie ab, ob die Maschine sich richtig verhält?

Diese Frage besprechen

15–30 Minuten. Wir bringen die Antwort mit, nicht die Präsentation.