Belege

Was sich belegen lässt.
Und was auf Anfrage.

Acht Anwendungen · fünf mit Baseline · offene Annahmen benannt

Ein Beleg ist das, was jemand nachprüfen kann, ohne uns zu fragen. Alles andere nennen wir eine Annahme — und schreiben es als solche hin.

01 — Wie hier gemessen wird

Bevor der erste Fall kommt:
woran Sie ihn messen können.

Eine bestandene Abnahme ist eine Momentaufnahme einer Stichprobe: Sie gilt für den geprüften Ausschnitt und für den Prüfzeitpunkt. Wer daraus eine Zahl macht, muss sagen, woher sie kommt. Deshalb steht bei jedem Fall dasselbe Raster — und wo eine Angabe fehlt, steht, dass sie fehlt.

Was bei jedem Fall steht

Sechs Angaben, immer dieselben

Branche · Projektart · Umfang des Modells · Baseline vor dem Projekt · Ergebnis danach · offen markierte Annahmen. Fehlt die Baseline, steht keine Verbesserung da — nur, was ohne Vergleich gilt: Umfang, Aufwand, Dauer. Eine Verbesserung ohne Ausgangswert ist keine Messung, sondern ein Eindruck.

Ohne Baseline keine Zahl. Ohne Messhinweis keine Wirkungsaussage.
Warum zwei Fälle anonym sind

Ein Name gehört dem, der ihn trägt

Wir nennen Kunden namentlich nur mit schriftlicher Freigabe. Sechs der acht Fälle tragen deshalb ihren Namen. Zwei stehen ohne — auf Wunsch der Kunden, vollständig in der Sache.

Ein Logo ohne Freigabe ist kein Beleg, sondern eine Behauptung über Dritte.
02 — Die Anwendungen

Fünf Fälle mit Baseline.
Drei ohne.

Wo eine Baseline dokumentiert ist, steht das volle Raster und die Wirkung darf benannt werden. Wo keine dokumentiert ist, stehen nur Angaben, die ohne Vergleichspunkt gelten.

01

Velox Werk GmbH

Baustoffe - zementgebundene Holzspanplatten · Retrofit

20 Sequenzen · 254 Schritte · 330 Zonen · 236 SPS-Eingänge · 172 Ausgänge · 12 Servoachsen · 5 Asynchronmotoren. Fall ansehen ↘
Velox Werk GmbH · Maria Rojach, Österreich

Retrofit einer automatischen Plattenschneideanlage

330Zonen 254Schritte 20Sequenzen
Ausgangslage

Bestehende Anlage mit Beckhoff/TwinCAT 3. Fehlverhalten der Sensorik war im Betrieb nicht sichtbar.

Ergebnis

Inbetriebnahme der Kernsoftware in fünf Tagen. Das Monitoring machte verborgene Sensorfehler sichtbar.

Einordnung

Eine genannte Durchsatzsteigerung von 25 % wird nicht als Ergebnis geführt, solange die eindeutige Zuordnung zum Projekt nicht bestätigt ist.

02

igm Robotersysteme AG

Schweißautomation · Neuanlage, Roboterschweißanlage mit virtueller Inbetriebnahme

11 Sequenzen · 218 Schritte · 380 Zonen · 12 dauerüberwachte Zonen · 165 SPS-Ein- und -Ausgänge · 22.700 Codezeilen. Fall ansehen ↘
igm Robotersysteme AG · Wiener Neudorf, Österreich

Roboterschweißanlage mit virtueller Inbetriebnahme

380Zonen 218Schritte 165SPS-I/Os
Ausgangslage

Übliche Inbetriebnahmedauer für eine Anlage dieser Art: drei Mannmonate.

Ergebnis

Zwei Wochen bis zum Prozessmodell und eine Woche virtuelle Inbetriebnahme. Ein Fehler vor Ort konnte eindeutig der Hardware zugeordnet werden.

Einordnung

Die drei Mannmonate sind eine Erfahrungsangabe von igm, keine gemessene Vergleichsinbetriebnahme derselben Anlage.

03

MAHLE Filtersysteme

Automotive · Retrofit einer End-of-Line-Prüfstation zur Qualitätskontrolle

2 Sequenzen · 192 Schritte · 196 Zonen · 6 dauerüberwachte Zonen · 90 SPS-Ein- und -Ausgänge · 249 Parameter. Fall ansehen ↘
MAHLE Filtersysteme Austria GmbH · St. Michael ob Bleiburg

Retrofit einer End-of-Line-Prüfstation

196Zonen 192Schritte 249Parameter
Ausgangslage

Veraltete proprietäre Steuerung mit hoher Abhängigkeit von einzelnen Spezialisten.

Ergebnis

Von der Analyse bis zur Inbetriebnahme wenige Wochen. Migration auf eine offene, standardisierte Plattform. Eine zweite Prüfstation folgte.

Einordnung

Die berichteten kürzeren Taktzeiten sind nicht quantitativ beziffert.

04

Österreichischer Getränkehersteller

Getränkeindustrie · Neuanlage, Saft-Misch- und Abfüllanlage

5 Sequenzen · 177 Schritte · 255 Zonen · 10 dauerüberwachte Zonen · 189 SPS-Ein- und -Ausgänge · 50 Parameter. Fall ansehen ↘
Österreichischer Getränkehersteller · anonym

Saft-Misch- und Abfüllanlage

255Zonen 177Schritte 189SPS-I/Os
Ausgangslage

Manueller Prozess ohne durchgängige Aufzeichnung von Rezept, Parametern und Zyklus.

Ergebnis

Prozessmodell in zwei Wochen. Virtuell getestet und in Betrieb genommen, bevor die reale Anlage gebaut wurde.

Einordnung

Die Rückverfolgbarkeit gilt für Rezept, Parameter und Zyklus, nicht für die gesamte Anlage.

05

Cosma Engineering — Magna

Automotive-Zulieferung, Werkzeugbau · Neuanlage zur Steuerung zweier intelligenter Presswerkzeuge

3 Sequenzen · 41 Schritte · 206 Zonen · 113 SPS-Ein- und -Ausgänge · 9.248 Codezeilen. Fall ansehen ↘
Cosma Engineering — Magna · Weikersdorf, Österreich

Steuerung zweier intelligenter Presswerkzeuge

206Zonen 41Schritte 250 msProzessgenauigkeit
Ausgangslage

Hochfeste Bleche in schwer verarbeitbaren Güten führten zu erhöhtem Ausschuss.

Ergebnis

Weniger Ausschuss, höhere Umformgenauigkeit und Qualität sowie 250 ms Prozessgenauigkeit ohne Spezialcode.

Einordnung

Die Ausschussreduktion ist nicht beziffert. Elektroplanung und Aufbau erfolgten durch Duatec Automation GmbH.

06

AZO Group

Anlagenbau, Rohstoff-Handling und Schüttgut · Modernisierung einer bestehenden Anlage

213 Zonen Fall ansehen ↘
AZO Group

Modernisierung einer bestehenden Anlage

213Zonen <80 hEngineering
Ausgangslage

Für diesen Fall ist keine dokumentierte Baseline vorhanden.

Ergebnis

Unter 80 Engineering-Stunden für die vollständige Modernisierung. Der Prozess war vor der Inbetriebnahme sichtbar und überprüfbar.

Einordnung

Keine dokumentierte Baseline. Weitere KPIs liegen nicht vor.

07

thyssenkrupp Automotive Technology

Automotive · Proof of Concept, Vollautomatisierung einer Nockenwellen-Montageanlage

7 Sequenzen · 187 Schritte · 236 Zonen. Fall ansehen ↘
thyssenkrupp Automotive Technology

Automatisierung einer Nockenwellen-Montageanlage

236Zonen 187Schritte <2Wochen
Ausgangslage

Für diesen Proof of Concept ist keine dokumentierte Baseline vorhanden.

Ergebnis

Unter zwei Wochen vom ersten Workshop bis zur Live-Inbetriebnahme. Das Verhalten war vor Produktionsstart bekannt.

Einordnung

Der Proof of Concept belegt die Machbarkeit, nicht den Serienbetrieb.

08

Firmware-Prüfautomat

Prüftechnik · Neuanlage

2 TageInbetriebnahme Fall ansehen ↘
Firmware-Prüfautomat · anonym

Prüfautomat für Firmware

2Tage IBN 6Jahre Betrieb
Ausgangslage

Keine dokumentierte Baseline. Der Modellumfang ist ebenfalls nicht dokumentiert.

Ergebnis

Inbetriebnahme in zwei Tagen. Sechs Jahre Betrieb ohne Retraining und ohne Serviceeinsatz.

Einordnung

Die sechs Jahre sind eine Betriebsdauer und kein Vergleich mit einer anderen Lösung.

03 — Was sich verallgemeinern lässt

Bandbreiten aus umgesetzten Projekten,
getrennt von den Einzelfällen.

Diese Werte stammen nicht aus einem einzelnen Fall, sondern aus mehreren umgesetzten Projekten. Sie sind projektspezifisch und tragen deshalb eine Bedingung.

−50 bis −80 %Inbetriebnahmezeit
−40 bis −70 %ungeplanter Stillstand
+3 bis +10 %OEE
−25 bis −50 %Instandhaltung
+5 bis +20 %Output

Bandbreiten aus umgesetzten Kundenprojekten. Der tatsächliche Wert ist projektspezifisch und wird im Assessment an Ihrer Anlage gemessen.

04 — Was hier nicht behauptet wird

Kein Fall belegt eine Wirkung
an einer anderen Anlage.

Das ist keine Vorsicht, sondern die Aussage selbst: Struktur überträgt sich, Wirkung wird gemessen.

Keine Übertragung von Zahlen

Was an einer Linie gemessen wurde, gilt für diese Linie. An Ihrer wird neu gemessen — im Assessment, mit benannter Baseline.

Keine Auswahl der besten Fälle

Hier stehen alle acht Anwendungen — auch die drei, für die keine Baseline dokumentiert ist. Sie stehen ohne Verbesserungsaussage da, statt zu verschwinden.

Keine Aussage über Ihre Branche

Die Branche eines Falls sagt, wo er stattfand — nicht, dass er anderswo dasselbe ergäbe.

Die Behavior Reference (BR) ist keine nachträgliche Dokumentation des Codes

Sie entsteht vor dem Code. Was in diesen Fällen belegt ist, ist deshalb der Weg, nicht ein Ergebnis, das man nachträglich erklärt hat.

Verifikation fragt: Wurde richtig gebaut? Validierung fragt: Wurde das Richtige gebaut? Die Fälle oben belegen die erste Frage. Die zweite hat in jedem Projekt der Betreiber beantwortet. WhiteBox heißt dabei nicht, dass man den Code sieht. WhiteBox heißt, dass Konformität entscheidbar ist statt beurteilbar — und genau das ist es, was ein Fall hier belegen kann.

Was die Methode nicht leistet

Selmo ersetzt weder Inbetriebnahme noch Erfahrung — es reduziert den Ursachenraum. Und geprüft ist immer der definierte Verhaltensraum: Was nicht modelliert ist, ist nicht abgedeckt.

Die Frage, die wir am liebsten hören

Was müssten wir Ihnen zeigen, damit Sie uns glauben?

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