Belege

Was sich belegen lässt.
Und was offen bleibt.

Acht Anwendungen · Video und Dokumentation je Fall · offene Annahmen benannt

Ein Beleg ist das, was jemand nachprüfen kann, ohne uns zu fragen. Alles andere nennen wir eine Annahme — und schreiben es als solche hin.

01 — Wie hier gemessen wird

Bevor der erste Fall kommt:
woran Sie ihn messen können.

Eine bestandene Abnahme ist eine Momentaufnahme einer Stichprobe: Sie gilt für den geprüften Ausschnitt und für den Prüfzeitpunkt. Wer daraus eine Zahl macht, muss sagen, woher sie kommt. Deshalb steht bei jedem Fall dasselbe Raster — und wo eine Angabe fehlt, steht, dass sie fehlt.

Was bei jedem Fall steht

Sechs Angaben, immer dieselben

Branche · Projektart · Umfang des Modells · Baseline vor dem Projekt · Ergebnis danach · offen markierte Annahmen. Fehlt die Baseline, steht das Ergebnis ohne Zahl da — eine Verbesserung ohne Ausgangswert ist keine Messung, sondern ein Eindruck.

Ohne Baseline keine Zahl. Ohne Messhinweis keine Wirkungsaussage.
Woher die Zahlen stammen

Zwei Arten von Zahl, sichtbar getrennt

Strukturzahlen — Sequenzen, Schritte, Zonen — stammen aus dem Selmo-Projekt und lassen sich dort nachzählen. Zeit- und Wirkungsangaben stammen aus den Projektberichten. Wo deren Quelle noch nicht benannt ist, steht das an der Zahl selbst, nicht im Kleingedruckten.

Eine Zahl ohne benannte Quelle bleibt markiert, statt still mitzulaufen.
02 — Die Anwendungen

Acht Fälle,
dasselbe Raster.

Zu jedem Fall liegt das Material bei, mit dem Sie ihn prüfen können: die Aufnahme der Anlage, die Projektdokumentation als PDF und — wo vorhanden — die technische Aufnahme aus Selmo Studio. Die genannten Unternehmen haben der Nennung zugestimmt.

Velox Werk GmbH — Stabilität in wenigen Tagen

Retrofit einer automatischen Plattenschneideanlage. Der Prozess wurde per Video und E-Plan aufgenommen und vollständig modelliert, bevor an der Steuerung gearbeitet wurde. Steuerung: TwinCAT 3.

Umfang des Modells20 Sequenzen · 254 Schritte · 330 Zonen
Baseline vor dem ProjektVergleichsangebote von 10 Wochen bis rausschmeissen
ErgebnisVolle Prozesslogik nach 5 Tagen produktiv gesetzt.Quelle: Projekt Das WhiteBox-Monitoring erkannte verborgene Sensorfehler, die vorher niemand gesehen hatte.
Offene AnnahmenOhne Baseline ist die Dauer kein Vergleichswert. Die virtuelle Inbetriebnahme war vor der realen abgeschlossen — welcher Anteil der 5 Tage darauf entfällt, ist nicht getrennt erfasst.
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Technisches Video

igm Robotersysteme — Kompetenz skalierbar gemacht

Roboterschweißanlage, Neuanlage und erstes Selmo-Projekt des Kunden. Modelliert von einem Engineer ohne klassische SPS-Vorerfahrung.

Umfang des Modells5 Sequenzen · 96 Schritte · 248 Zonen
Baseline vor dem ProjektProgrammierung 3 Monate interne Schätzung ohne digitalen Zwilling
ErgebnisEin Engineer modellierte die komplette Anlage.Quelle: Projekt / igm Die Inbetriebnahme vor Ort verlief ohne Nacharbeit; das Verhalten war vor Produktionsstart bekannt.
Offene AnnahmenOhne Umfang und ohne Baseline ist „ein Engineer“ eine Beobachtung, keine Kennzahl. Was die Anlage vorher an Personen gebunden hätte, ist nicht erhoben.
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Technisches Video

MAHLE Filtersysteme — Verbesserte Qualität, einfachere Handhabung

Prüfstation (End-of-Line-Tester) zur Qualitätskontrolle, Retrofit einer bestehenden Anlage. Vorbereitung: Analyse des Ist-Zustands und Prozessaufnahme.

Umfang des Modells2 Sequenzen · 192 Schritte · 196 Zonen
Baseline vor dem ProjektRetrofit - durch Ausfall von 75% der Stationen
ErgebnisVon der Analyse bis zur Inbetriebnahme wenige Wochen.Quelle: Projekt Höhere Qualität, geringere Komplexität, kürzere Taktzeiten.
Offene Annahmen„Wenige Wochen“ ist eine Spanne, keine Messung. Qualität und Taktzeit sind ohne Ausgangswerte nicht beziffert.
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Technisches Video

AZO Group — Retrofit mit voller Entscheidbarkeit

Modernisierung einer bestehenden Rohstoff-Handling-Anlage. Der Prozess wurde vor Ort aufgenommen, in Selmo Studio modelliert und am digitalen Zwilling des 3D-Modells virtuell in Betrieb genommen. Hardware: Beckhoff.

Umfang des Modells1 Sequence · 213 definierte Zonen
Baseline vor dem ProjektMessestand wurde in 3-5 Wochen programmiert und es musste ein Programmierer auf der Messe sein
Ergebnis80 Stunden Engineering-Aufwand insgesamt.Quelle: Projekt Der Prozess war vor der Inbetriebnahme sichtbar und überprüfbar; Optimierungen wurden bereits virtuell erkannt.
Offene AnnahmenOhne Vergleichsprojekt sagt der Aufwand nichts über eine Ersparnis. Sequenzen und Schritte sind für diesen Fall nicht dokumentiert.
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Technisches Video

thyssenkrupp Automotive — Von der Idee zur Produktion

Vollautomatisierung einer Nockenwellen-Montageanlage als Proof of Concept. Zwei Wochen Vorbereitung, drei Tage vor Ort.

Umfang des Modells7 Sequenzen · 187 Schritte · 236 Zonen
Baseline vor dem Projekt2-3 Jahre Entwicklung für den aktuellen Stand
ErgebnisVom ersten Workshop bis zur Live-Inbetriebnahme unter zwei Wochen.Quelle: Projekt Die HMI-Inbetriebnahme dauerte drei Tage; das Verhalten war vor Produktionsstart bekannt.
Offene AnnahmenEin Proof of Concept ist kein Serienbetrieb. Ob die Anlage seither unverändert läuft, ist hier nicht belegt.
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Österreichischer Getränkehersteller — Rückverfolgbarkeit jeder Charge

Digitalisierung einer Saft-Mischanlage, Neuanlage. Ausgangslage war ein manueller Prozess mit BlackBox-Risiko; das Verhalten wurde als WhiteBox-Logik modelliert. Der Kunde bleibt auf eigenen Wunsch ungenannt.

Umfang des Modells7 Sequenzen · 793 Schritte · 479 Zonen
Baseline vor dem Projektmanueller Prozess, nicht beziffert
ErgebnisRezept, Parameter und Zyklus jeder Charge sind rückverfolgbar.Quelle: Projekt Jede Bewegung wird laufend erfasst.
Offene AnnahmenDie 100 % beziehen sich auf die modellierten Größen, nicht auf die Anlage als Ganzes. Was nicht modelliert ist, ist auch nicht rückverfolgbar.
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Technisches Video

Cosma Engineering (Magna) — Präzision bei hoher Taktzahl

Intelligente Presswerkzeug-Steuerung in der R&D-Phase. Ein extrem dynamischer Prozess, vollständig in Selmo strukturiert.

Umfang des Modellsnicht offengelegt
Baseline vor dem ProjektEntwicklungsprojekt Ergebnis offen
Ergebnis250 ms Zyklusgenauigkeit.Quelle: Projekt Robuste Architektur ohne Spezialcode.
Offene AnnahmenR&D-Phase, kein Serienbetrieb. Ob die 250 ms ein Sollwert oder ein gemessener Ist-Wert sind, ist offen.
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Firmware-Testautomat — Klein im Aufwand, groß im Ergebnis

Prüfautomat, erste Live-Nutzung von Selmo Studio. Ausgangslage: Das System war nicht in Betrieb zu nehmen. Hardware und Prozess wurden exakt definiert.

Umfang des Modells1 Sequenzen · 45 Schritte · 22 Zonen
Baseline vor dem ProjektAnlage war nicht in Betrieb zu nehmen mit Servo
ErgebnisInbetriebnahme in 2 Tagen, seither 6 Jahre ohne Retraining oder Serviceeinsatz.Quelle: Projekt „Die Maschine erklärt sich selbst.“
Offene AnnahmenDer Lifecycle-Wert stammt aus dem Betrieb des Kunden und wird von uns nicht laufend gemessen.
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03 — Was sich verallgemeinern lässt

Bandbreiten aus umgesetzten Projekten,
getrennt von den Einzelfällen.

Diese Werte stammen nicht aus einem einzelnen Fall, sondern aus mehreren umgesetzten Projekten. Sie sind projektspezifisch und tragen deshalb eine Bedingung.

−50 bis −80 %Inbetriebnahmezeit
−40 bis −70 %ungeplanter Stillstand
+3 bis +10 %OEE
−25 bis −50 %Instandhaltung
+5 bis +20 %Output

Bandbreiten aus umgesetzten Kundenprojekten. Der tatsächliche Wert ist projektspezifisch und wird im Assessment an Ihrer Anlage gemessen.

04 — Was hier nicht behauptet wird

Kein Fall belegt eine Wirkung
an einer anderen Anlage.

Das ist keine Vorsicht, sondern die Aussage selbst: Struktur überträgt sich, Wirkung wird gemessen.

Keine Übertragung von Zahlen

Was an einer Linie gemessen wurde, gilt für diese Linie. An Ihrer wird neu gemessen — im Assessment, mit benannter Baseline.

Keine Auswahl der besten Fälle

Hier stehen alle Anwendungen, zu denen Material vorliegt — auch die, bei denen das Raster Lücken hat. Wo eine Angabe fehlt, steht das an der Kachel, statt dass der Fall verschwindet.

Keine Aussage über Ihre Branche

Die Branche eines Falls sagt, wo er stattfand — nicht, dass er anderswo dasselbe ergäbe.

Die Behavior Reference (BR) ist keine nachträgliche Dokumentation des Codes

Sie entsteht vor dem Code. Was in diesen Fällen belegt ist, ist deshalb der Weg, nicht ein Ergebnis, das man nachträglich erklärt hat.

Verifikation fragt: Wurde richtig gebaut? Validierung fragt: Wurde das Richtige gebaut? Die Fälle oben belegen die erste Frage. Die zweite hat in jedem Projekt der Betreiber beantwortet. WhiteBox heißt dabei nicht, dass man den Code sieht. WhiteBox heißt, dass Konformität entscheidbar ist statt beurteilbar — und genau das ist es, was ein Fall hier belegen kann.

Was die Methode nicht leistet

Selmo ersetzt weder Inbetriebnahme noch Erfahrung — es reduziert den Ursachenraum. Und geprüft ist immer der definierte Verhaltensraum: Was nicht modelliert ist, ist nicht abgedeckt.

Die Frage, die wir am liebsten hören

Was müssten wir Ihnen zeigen, damit Sie uns glauben?

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