Produkt · Werkzeug

Aus vielen Kanälen
wird einer.

Ableitung · Laufzeitreferenz · PLCOpen XML · Selmo HMI

Verhalten wird übertragen: von der Referenz über den Code zur Maschine. Jeder Kanal hat eine Störgröße — Mehrdeutigkeit, zusätzliches Verhalten, Bedeutungsverlust. Diese Seite handelt davon, was passiert, wenn aus vielen handgeführten Kanälen einer wird.

01 — Die Übertragung

Der Code ist der Kanal.
Ein Kanal ohne Prüfung ist eine Wette.

Das ist keine Aussage über die Menschen, die ihn bedienen, sondern eine Eigenschaft von Übertragung. Die Frage ist nicht, wie man den Kanal rauschärmer macht, sondern ob sich prüfen lässt, was angekommen ist.

Was sich ändert

Ein Kanal statt vieler

Heute ist jedes Projekt, jede Person und jeder Termindruck ein eigener Kanal mit eigenem Rauschen. Eine Ableitungsregel ist ein Kanal, und zwar derselbe für jede Anlage, die nach ihr gebaut wird. Ein Fehler in der Regel tritt überall gleich auf — er ist auffindbar.

Aus einem unbestimmten Übertragungsrisiko wird ein bestimmter, prüfbarer Schritt.
Was sich nicht ändert

Die Regel ist prüfbar, nicht unfehlbar

Ist die Referenz sachlich falsch, wird sie korrekt falsch realisiert. Hardware, Schnittstellen und Prozessphysik liegen außerhalb dieser Strecke — dort gelten eigene Prüfungen. Und was nicht modelliert ist, ist nicht abgedeckt.

Verifikation fragt: Wurde richtig gebaut? Validierung fragt: Wurde das Richtige gebaut?
Der Code als Kanal — und die Störgrößen, die er trägt.
Der Code als Kanal — und die Störgrößen, die er trägt.
02 — Jetzt der Name

Selmo Studio ist die Umgebung,
in der das entsteht.

Erst wenn klar ist, was fehlt, ist ein Produktname eine Antwort. Selmo Studio ist kein Editor für Steuerungscode. Es ist der Ort, an dem die Referenz entsteht und aus ihr abgeleitet wird.

ABLEITUNG Behavior Reference (BR) Sender · das definierte Sollverhalten Zustände · Übergänge · Verriegelungen Ableitung Ableitung nach Regel Selmo Standard · Selmo Studio Ein Kanal statt vieler — die Regel selbst ist einmal prüfbar Maschine · Laufzeitreferenz Empfänger · das ausgeführte Verhalten Das Sollverhalten liegt zur Laufzeit vor PRÜFUNG Soll Ist Vergleich Die Abweichung wird bestimmt, nicht beobachtet. fortlaufend entscheidbar Abweichung sofort bestimmbar

Aus vielen handgeführten Kanälen wird einer: eine Ableitungsregel, die sich einmal prüfen und danach vielfach anwenden lässt. Die Störgröße bleibt — ihre Wirkung wird feststellbar.

01
Modellieren

Die Referenz entsteht

Zustände, Übergänge, Verriegelungen, offene Annahmen. Die Behavior Reference (BR) ist keine nachträgliche Dokumentation des Codes. Sie entsteht vor dem Code — und das ist der Teil, der im Studio geübt und geleistet wird.

02
Ableiten

Vier Ergebnisse aus einer Quelle

Code, HMI, Dokumentation und Datenstruktur folgen den Struktur- und Benennungsregeln des Selmo Standards. Weicht ein Ergebnis ab, ist die Abweichung feststellbar, weil es eine Quelle gibt, gegen die sie feststellbar ist.

03
Prüfen

Testfälle aus derselben Quelle

Die Test- und Abnahmelogik wird aus der Referenz abgeleitet, nicht aus Erfahrung zusammengetragen. Wo ein digitaler Zwilling vorliegt, läuft die Prüfung, bevor jemand vor der Anlage steht.

03 — Vom Modell zur Maschine

Sehen, wie es läuft,
bevor man darüber spricht.

Das Video zeigt den Weg vom Modell zur Maschine an einem konkreten Fall. Wer lieber liest, findet denselben Weg in sechs Schritten auf der Produktseite.

Vom Modell zur Maschine. Wer das Video nicht abspielen kann: Es zeigt, wie aus dem Zustandsmodell die laufende Anlage wird — dieselbe Kette, die oben als Bild steht.

Ein Kanal statt vieler. Die Regel selbst ist einmal prüfbar.
Ein Kanal statt vieler. Die Regel selbst ist einmal prüfbar.
04 — Was daraus entsteht

Vier Ergebnisse,
eine Quelle.

Jedes dieser Ergebnisse existiert heute auch — nur eben als eigene Quelle, die unabhängig von den anderen altert.

Code

Die Ablauflogik folgt dem Zustandsmodell. Der Selmo Standard gibt Struktur und Benennung vor, sodass jede Anlage gleich gelesen werden kann.

HMI

Bedienung und Diagnose zeigen dieselben Zustände wie das Modell. Der Bediener sieht nicht eine Interpretation des Verhaltens, sondern das Verhalten selbst. Selmo HMI läuft im Browser.

Dokumentation

Die Beschreibung entsteht aus derselben Quelle wie die Umsetzung und altert deshalb nicht unabhängig von ihr.

Datenstruktur

Signale, Meldungen und Kennzahlen tragen dieselbe Struktur. PLCOpen XML ist das Austauschformat — die Referenz bleibt lesbar, auch außerhalb unserer Werkzeuge.

05 — Die Referenz bleibt an der Maschine

Der Nachweis verfällt nicht mehr still.
Er läuft mit.

Eine bestandene Abnahme ist eine Momentaufnahme einer Stichprobe: Sie gilt für den geprüften Ausschnitt und für den Prüfzeitpunkt. Was nie beobachtet wurde, ist nicht geprüft — es ist nur nicht aufgefallen. Und jede spätere Änderung setzt den Nachweis außer Kraft, ohne dass es jemand bemerkt. Genau diese zweite Grenze schließt dieser Abschnitt.

Laufzeit

Die Referenz liegt vor

Die Behavior Reference (BR) liegt zur Laufzeit auf der Maschine vor. Im Betrieb wird jede Abweichung vom definierten Verhalten gegen sie erkannt — nicht zu einem Prüfzeitpunkt, sondern fortlaufend.

Die Referenz schließt die Stichprobe. Die Laufzeitreferenz schließt den Zeitpunkt.
Änderung

Und danach gilt sie weiter

Ändert sich das Sollverhalten, wird die geänderte Referenz erneut übertragen. Referenz und Laufzeitreferenz bleiben dieselbe Aussage — über die gesamte Lebensdauer der Anlage.

Ein Nachweis, der sich erneuert, ist eine Eigenschaft. Einer, der es nicht tut, ist ein Protokoll.
Grenze

Was erkannt wird und was nicht

Erkannt wird die Abweichung vom definierten Verhalten. Der definierte Verhaltensraum ist der geprüfte Raum: Was nicht modelliert ist, ist nicht abgedeckt.

WhiteBox heißt nicht, dass man den Code sieht. WhiteBox heißt, dass Konformität entscheidbar ist statt beurteilbar.
06 — Die Oberfläche

Was man sieht,
wenn man damit arbeitet.

Drei Ansichten aus Selmo Studio und Selmo HMI. Sie ersetzen keine Schulung — sie zeigen, dass die Begriffe dieser Seite an einer Oberfläche wiederzufinden sind.

Zustandsmodell einer Station
Zustandsmodell einer Station
Abgeleiteter Code
Abgeleiteter Code
Selmo HMI im Browser
Selmo HMI im Browser
07 — Einordnung

Werkzeug und Regelwerk
gehören zusammen.

Das Regelwerk gibt die Struktur vor, das Werkzeug macht die Ableitung praktikabel. Keines von beiden ersetzt die Referenz — sie ist das, was entsteht.

Die Ablauflogik folgt dem Zustandsmodell. Der Selmo Standard gibt Struktur und Benennung vor, sodass jede Anlage gleich gelesen werden kann.

Das Regelwerk gibt die Struktur vor, das Werkzeug macht die Ableitung praktikabel. Keines von beiden ersetzt die Referenz — sie ist das, was entsteht.

Was die Methode nicht leistet

Selmo Studio ist eine Lizenz, kein Einstieg. Ohne Qualifikation und ohne freigegebene Behavior Reference (BR) modelliert es nur schneller ins Ungefähre.

Die Frage, die vor dem Werkzeug steht

Gegen welches Dokument prüfen Sie ab, ob die Maschine sich richtig verhält?

Diese Frage besprechen

15–30 Minuten. Wir bringen die Antwort mit, nicht die Präsentation.