Produkt · Regelwerk

Damit jede Anlage
gleich gelesen werden kann.

Struktur · Benennung · Modellebenen · Übergabe · PLCOpen XML

Ohne gemeinsame Struktur liest jede Anlage anders, und jede Übergabe beginnt von vorn. Der Selmo Standard ist die Regel, nach der eine Behavior Reference (BR) aufgebaut wird — offen beschrieben, damit sie auch ohne uns anwendbar bleibt.

01 — Warum ein Regelwerk

Zwei Anlagen, zwei Handschriften,
dieselbe Aufgabe.

Eine bestandene Abnahme ist eine Momentaufnahme einer Stichprobe: Sie gilt für den geprüften Ausschnitt und für den Prüfzeitpunkt. Was nie beobachtet wurde, ist nicht geprüft — es ist nur nicht aufgefallen. Wer das ändern will, braucht nicht nur eine Referenz, sondern eine Regel, nach der sie überall gleich aufgebaut ist.

Ohne Regelwerk

Jede Anlage ist ein Einzelfall

Struktur, Benennung und Bedienkonzept entstehen je Projekt neu. Wer die zweite Anlage übernimmt, liest sich zuerst in eine Handschrift ein — nicht in eine Aufgabe. Das ist kein Vorwurf an die Beteiligten, sondern die Folge davon, dass es nichts gibt, wonach sie sich richten könnten.

Ein Einzelfall lässt sich beherrschen. Zwanzig Einzelfälle lassen sich nur noch verwalten.
Mit Regelwerk

Dieselbe Aufgabe sieht überall gleich aus

Zustände heißen gleich, Übergänge folgen derselben Logik, Meldungen tragen dieselbe Struktur. Damit wird die Behavior Reference (BR) nicht nur prüfbar, sondern auch von jemandem lesbar, der bei ihrer Entstehung nicht dabei war.

WhiteBox heißt nicht, dass man den Code sieht. WhiteBox heißt, dass Konformität entscheidbar ist statt beurteilbar. Verifikation fragt: Wurde richtig gebaut? Validierung fragt: Wurde das Richtige gebaut?
02 — Der Standard in Kürze

Was der Standard regelt
— und was er bewusst offen lässt.

Er regelt die Struktur, nicht die Anlage. Was Ihre Maschine tun soll, entscheiden weiterhin Sie; wie es beschrieben wird, damit es prüfbar bleibt, entscheidet der Standard.

Einführung in den Selmo Standard. Wer das Video nicht abspielen kann: Es zeigt den Aufbau des Regelwerks an einem Beispiel — dieselben vier Punkte stehen darunter als Text.

01
Struktur und Benennung

Gleiche Dinge heißen gleich

Regeln für Zustände, Übergänge, Verriegelungen, Signale und Meldungen. Nicht als Empfehlung, sondern als Bedingung dafür, dass zwei Anlagen vergleichbar sind.

02
Modellebenen

Vom Einheitsmodul zur Linie

Wie ein Modell aufgebaut wird, damit ein Einheitsmodul in einer größeren Anlage wiederverwendet werden kann, ohne dass sein Verhalten neu ausgehandelt wird.

03
Bedienung und Diagnose

Der Bediener sieht das Modell

Ein Konzept, nach dem die Zustände des Modells an der Oberfläche wiederzufinden sind — statt einer zweiten Interpretation desselben Verhaltens.

04
Bibliothek und Freigabe

Was wiederverwendet werden darf

Regeln dafür, wann ein Baustein in die Bibliothek geht, wer ihn freigibt und wie eine Änderung an ihm auf die Anlagen wirkt, die ihn verwenden.

03 — Offen heißt prüfbar

Ein Regelwerk, das man nur mit uns anwenden kann,
wäre keines.

Offenheit ist hier kein Zugeständnis an den Markt, sondern eine Bedingung der Methode: Was sich nicht unabhängig anwenden lässt, lässt sich auch nicht unabhängig prüfen.

Beschrieben und anwendbar

Der Standard ist dokumentiert. Er lässt sich lernen, anwenden und prüfen — auch von Häusern, die nicht mit uns arbeiten.

PLCOpen XML

Das Austauschformat. Die Referenz und das aus ihr Abgeleitete bleiben lesbar, auch außerhalb unserer Werkzeuge.

Eigentum bleibt beim Betreiber

Die Behavior Reference (BR) gehört dem Betreiber. Sie ist als Objekt übergebbar — auch an jemanden, der nicht Selmo heißt.

Keine Abhängigkeit von Einzelpersonen

Verhaltenswissen wird nicht ausgelagert, sondern übergebbar gemacht. Wer die Anlage kennt, wird weiter gebraucht — nur nicht mehr als einzige Quelle.

04 — Übergabe

Der Punkt, an dem sich zeigt,
ob ein Standard einer ist.

Eine Übergabe ist keine Schulung und kein Ordner. Sie ist die Frage, ob der Nachfolger gegen dasselbe Dokument prüfen kann wie der Vorgänger.

Die Referenzgeht mit, samt Versionsstand
Das Regelwerkist beschrieben und nicht an eine Lizenz gebunden
Das AustauschformatPLCOpen XML, herstellerunabhängig
Der Nachweisdie aus der Referenz abgeleiteten Testfälle und ihr Ergebnis

Die Behavior Reference (BR) ist keine nachträgliche Dokumentation des Codes. Sie entsteht vor dem Code — deshalb ist sie das Einzige in einer Übergabe, das nicht veraltet, während man es liest.

05 — Einordnung

Regelwerk und Werkzeug
gehören zusammen.

Der Standard gibt die Struktur vor, Selmo Studio macht die Ableitung praktikabel. Keines von beiden ersetzt die Referenz — sie ist das, was entsteht.

Die Umgebung, in der modelliert und abgeleitet wird — und in der die Regeln dieses Standards angewendet werden.

Ein Modell, an dem der ganze Weg durchgespielt ist: von der BlackBox bis zur entscheidbaren Konformität.

Was die Methode nicht leistet

Der definierte Verhaltensraum ist der geprüfte Raum. Was nicht modelliert ist, ist nicht abgedeckt — die Grenze verschiebt sich, sie verschwindet nicht.

Die Frage, die ein Regelwerk beantworten muss

Wenn Ihr bester SPS-Programmierer morgen kündigt — was bleibt an Verhaltenswissen im Haus?

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